Temperaturfaktor und Wasseraktivität

Unsere Leistungen

Es kommt zu Schimmelwachstum in Wohnungen, wenn die Feuchte in den Bauteilen zu hoch wird. Gründe hierfür sind ein mangelhafter Wärmeschutz, eine nicht fachgerecht geplante oder ausgeführte energetische Sanierung oder eine Havarie (z.B. Wasserschaden). Wir helfen die Ursachen zu ermitteln und den Schaden fachgerecht und dauerhaft zu sanieren.

Wärmebrücken Der Temperaturfaktor (fRSi-Wert) aus DIN 4108-2 ist eine Möglichkeit festzustellen, ob das Bauteil auf Grund seiner Materialeigenschaft zu kalt wird. Wenn der Temperaturfaktor unter Normrandbedingungen (-5°C Außen- und +20°C Innentemperatur, sowie 80% relativer Außen- und 50% relativer Innenluftfeuchte) kleiner als 0,7 wird, so liegt eine Wärmebrücke vor. Der Temperaturfaktor wird kleiner 0,7, wenn die Bauteilinnenoberfläche kleiner 12,6°C wird. Auf der Wärmebrücke kann Tauwasser ausfallen.

Was manche nicht wissen: Der Temperaturfaktor ist keine Konstante, sondern abhängig von den Klimarandbedingungen. Wenn in der Wohnung kein "Normklima" herrscht, sind abweichende Temperaturfaktoren zur Tauwasserfreiheit anzusetzen. Die Wasseraktivität (aw-Wert) zeigt an, ab wann es zu Tauwasserausfall auf der Bauteiloberfläche kommen kann (aw-Wert > 0,8).

Lüften Die Energieeinsparverordnung schreibt in §6 vor, dass Gebäude sind so auszuführen sind, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist. Die DIN 1946-6 (2009) fordert, hierfür ein Lüftungskonzept.

Dieses Lüftungskonzept ist auch vorzulegen, wenn mehr als 1/3 der Fenster ausgetauscht oder sonstige Änderungen in der Luftdichtheit des Gebäudes ausgeführt werden. Schimmelpilz kann auch an modernen, gut gedämmten Wohnungen entstehen, wenn die Lüftung nicht ausreicht. Dies ist in der Regel unabhängig vom Nutzerverhalten (Fensterlüften).

Thermographie Es ist möglich durch gezielte thermographische Untersuchungen zu ermitteln, ob ein Schimmelpilzschaden durch Wärmebrücken entstanden ist, oder ob z.B. eine Havarie die Ursache ist.

Schimmelpilzanalytik Eine gezielte Untersuchung mittels Klebefilm, Abklatschproben oder Luftkeimmessung hilft festzustellen, ob verdeckter Befall vorhanden ist. Auch kann ermittelt werden, ob ein Schaden richtig beseitigt wurde. Eine Schimmelpilzbestimung hilft zudem festzustellen, ob und in welcher Konzentration schädliche Schimmelpilze vorhanden sind. Bei Fragen nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Informationen

Wir haben diese Informationen im Laufe der Zeit für Sie zusammengetragen. Sie sind für den Laien informativ und stellen mitunter komplizierte technische Sachverhalte einfach dar. Die Umsetzung einzelner Maßnahmen bedarf jedoch einer vorhergehenden Planung. Auch die Ursachen von Schäden können komplex sein, so dass wir empfehlen, geeignete Fachleute hinzuzuziehen. Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Gewähr im Bezug auf Vollständigkeit oder Richtigkeit der in den Broschüren gemachten Angaben übernehmen können. Weitere Downloads sind in Vorbereitung.

Schimmelpilze in Wohnräumen
Hilfe Schimmel im Haus (UBA 2003) [1.283 KB]
Schimmelpilze in Innenräumen - Nachweis, Bewertung, Qualitätsmanagement (2001) [1.375 KB]
Leitfaden Gesundheitsbewußt modernisieren - Umweltministerium NRW (2004) [3.471 KB]
Weitere Informationen und Aktuelles zum Thema Schimmel, finden Sie auf der auf der Website des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg.

Wohnungslüften
Wohnungslüften (Energieagentur NRW) [692 KB]
Es werde Luft - (Hausladen und Meyer, 2003) [39 KB]

Weiterführende Links

Vom Bundesverband für öffentlich bestellte und vereidigte sowie qualitfizierte Sachverständige wurde im November 2010 eine Leitlinie über den Umgang mit Schimmelpilz herausgegeben. Sie enthält viele praxisnahe Tipps und kann hier heruntergeladen werden.